Weide

Beweidung  
 

Landschaftspflege
Das von unseren Ziegen beweidete Gelände hat eine starke Hanglage. Früher wurden diese Wiesen noch als Acker genutzt, was an den Absätzen der Parzellengrenzen zu erkennen ist. Maschinen kamen dabei jedoch niemals zum Einsatz. Eine oder 2 Kühe zogen den Pflug. Später wurden die Grundstücke nur noch als Wiese für die Heugewinnung, dann als Weide für Kühe genutzt. In den letzten 25 Jahren lagen die Flächen vollkommen brach und verwilderten. Wildlinge der Obstbäume vermehrten sich. Dann kamen auch Weißdorn, Schwarzdorn, Heckenrose, Buche, Eiche und Nussbaum.
Die Grundstücke in Hausnähe gehören uns. Die angrenzenden, in Richtung Tal gelegenen Flächen wurden angepachtet.

 

 
Weideaufteilung
Unsere Tiere haben einen ständigen Zugang zur Weide. Die Weide wurde von uns jedoch in einzelne Parzellen unterteilt, die nacheinander zugänglich gemacht werden können.
Dies hat folgende Gründe:
  • Möglichst gute Ausnutzung der vorhandenen Weide.
    Ist die komplette Weide zugänglich wird zu viel Futter zertreten.
  • Verringerung des Parasitenbefalles.
    Ziegen sind anfälliger für Magen-Darmparasiten als z.B. Schafe. Die Larven dieser Parasiten werden mit dem Kot auf der Weide ausgeschieden.
    Diese Larven und andere Krankheitserreger überleben unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung jedoch nur eine gewisse Zeit. Deshalb sollte man zwischen den einzelnen Beweidungen einer Fläche mehrere Wochen vergehen lassen.
    Frisst eine Ziege jedoch ständig in den Bereichen in denen frischer Kot vorkommt, so nimmt sie diese Larven mit dem Futter wieder auf und infiziert sich ständig neu.
 
Selektives Fressverhalten
Eine Ziege frisst, wenn sie die Wahl hat, sich niemals nur an 1 Sorte satt. Sie wechselt ständig zwischen Gras, Blätter, Laub, Zweigen, Rinde, Obst etc. ab.
Von Futter, das sie nicht kennen, fressen sie zunächst nur geringe Mengen. Zum Beispiel kannten sie den Bergahorn nicht, der in Massen auf der Weide vorkommt, die ihnen seit diesem Sommer zugänglich ist.
Zwischenzeitlich kennen sie auch diese Pflanze als bekömmlich und der starke Wildwuchs auf diesen Flächen wird bald zurückgedrängt sein.
 
Baumpflege
Die Äste der alten Obstbäume reichten zuletzt bis zum Boden.
Bei starken Stärmen und bei nassem Schnee brachen die Äste am Stamm ab.
Die überfällige Baumpflege wurde von unseren Ziegen übernommen. Alles was sie erreichen können, wurde abgefressen. Heute hat jeder Ast mindesten einen Abstand von 2 m vom Boden.
 

Klettern etc
Besonders junge Ziegen klettern gerne, bzw. versuchen alles mögliche zu erklimmen.

An 2 schräg stehenden Bäumen versuchen unsere Lämmer in jeder Saison in die Baumkrone zu gelangen. Doch leider ist an jedem Stammende ein Ast im Wege.
Unser Jungbock Goleo und in 2011 ein weibliches Lamm haben es bisher geschafft in die Baumkrone zu gelangen.