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Stallungen

 
Stallaufteilung / Stalleinrichtung
Stallgröße:
Der nachfolgend beschriebene Stall hat eine Grundfläche von 6 x 8 m. Er wurde für 15 weibliche Tiere und ihre Lämmer gebaut.
In 2006 haben wir den abgebildeten Stall nach rechts  um eine Fläche von 4 x 8 m erweitert. Den Ziegen stehen davon 4X6 m zur Verfügung. Im restlichen Bereich wurden unsere Viehwaage und der Klauenpflegestand untergebracht.
Ferner haben wir noch 2 kleinere Ställe und im Sommer benutzen wir auch noch einen Bauwagen und eventuell auch einen festen Weideunterstand. Damit können wir derzeit maximal 5 unterschiedliche Herden bilden.

Boden:
Der Boden musste wegen aufsteigendem Grundwasser betoniert werden. Hangseitig leitet eine Ablaufrinne aus U-Steinen das Grundwasser ab. Der Hang wird durch 2 bis 3 Reihen Pflanzringe gegen Abrutschen gesichert.

Außenbereich:
Im Sommer 2006 haben wir die unmittelbar an den Stall angrenzenden Flächen mit Verbundsteinen befestigt.  Dies hat mehrere Vorteile:

  1. Die Tiere halten sich selbst bei schlechterem Wetter häufiger im Freien auf als vorher. Weniger Kotanfall im Stall selbst.
  2. Die Klauen der Tiere, die in den Regenperioden sehr unter dem ständigen Matsch gelitten haben, werden durch die trockene Fläche geschont.
  3. Gleichzeitig wird das Horn der Klauen stärker abgenutzt und wir müssen weniger häufig die Klauen schneiden.
  4. Die Verbundsteinfläche lässt sich leicht sauber halten. Ein Zusammenkehren alle 2 Tage ist schnell und mühelos erledigt.
  5. Auch für uns selbst ist die befestigte Fläche ein Segen.
Wände:
Die Wände bestehen aus senkrechten Brettern, die sich überlappen. Im Stall sorgen 8 Fenster für genügend Tageslicht.
In dem kleineren Zwischenstall, sowie in unserem Bockstall haben wir Windschutznetze eingesetzt. Eine gute Lösung, die immer für frische Luft sorgt.
 
Dach:
Das Dach besteht aus Trapezblechen. Das erwies sich jetzt im Winter als nicht besonders günstig. Die Ausdünstungen der Tiere schlugen sich an den Trapezblechen nieder und gefroren. Als dann die Sonne genug Kraft hatte, regnete es regelrecht auf dem Heuboden. Als Abstellmassnahme wurden Hartschaumplatten zwischen den Sparren angebracht. In 2011 haben wir zusätzlich Unterspannbahnen eingezogen.
 
Heuboden:
Über dem eigentlichen Stall befindet sich ein Heuboden. Dort können 400 kleine Ballen Heu und ca. 200 kleine Ballen Stroh gelagert werden. In 2011 konnten wir keine kleinen Ballen erwerben und haben uns Rundballen mit einem maximalen Durchmesser von 1,1 m liefern lassen.
Heu und Stroh können über einen Steg direkt in den Heuboden gebracht werden, da der Stall am Hang steht.
Vom Stall zum Heuboden gelangt man über eine Bodentreppe, oder aber über den Steg.
 
Elektroinstallation:
Die Elektroinstallation macht unsere Arbeiten im Stall von den Tageszeiten unabhängig und bietet so manche Erleichterung. Im Winter verhindern wir das Einfrieren der Wasserversorgung. Siehe Tränke.
 
Freier Weidezugang:
Damit die Ziegen den Stall jederzeit betreten und verlassen können, wurden 2 Durchgänge, die mit je einem Lamellenvorhang etwas geschützt sind, in die talseitige Wand eingebaut.
Die Durchgänge sind von außen durch eine Klappe auch fest zu verschließen, wenn man die Tiere einmal nicht aus dem Stall lassen will.
Im Sommer stehen auch alle Stalltüren immer offen.


 

Fressfanggitter:
Wir haben 3 Fressfanggitter für Kälber à 9 Fressplätze installiert. Nur dadurch war es möglich jedem Tier die Futterration zukommen zu lassen, die es auch bekommen sollte. Ohne diese Einrichtung versuchten die ranghohen Tiere alles zu fressen und die rangniederen Tiere gingen leer aus.

Die Tröge an den Fressfanggittern sind halbierte Kunsstoffabflussrohre, die leicht zu reinigen sind. Werden die Tröge herunter geklappt, liegen sie an den Enden auf Haltern auf.
Die Tröge sind an den Fressfanggittern mit je 2 leichten Türscharnieren befestigt.
Diese wurden gegeneinander gerichtet. Dadurch rutscht das Scharnierband nicht aus den Kloben. Die Kloben sind mit je 2 Bügelschrauben an den unteren Holm des Fressfanggitters geklemmt. Das Scharnierband wurde gebogen und so der Form des Troges angepasst. Mit 3 Senkkopfschrauben ist das Band an die Unterseite des Troges geschraubt.

Nach der Fütterung wird der Trog gegen das Fressgitter hochgeklappt und gesichert. Dadurch verhindern wir eine Verschmutzung des Troges und gleichzeitig das Durchsteigen der Lämmer.



Befestigung der Tröge am Fressfanggitter

Heuraufe:
Unsere Heuraufen hatten wir früher durch Verschrauben am Boden gegen Verschieben und Umwerfen durch unsere Tiere gesichert. Dies erwies sich aber beim Ausmisten als überaus hinderlich. Heute haben wir unsere Heuraufen mit je 4 Stahlketten an der Dachkonstruktion unseres Stalles befestigt. Beim Ausmisten sind die Ketten schnell ausgehängt und die Raufe kann dann problemlos beiseite geschoben werden. Die Raufe hat unten eine Auffangwanne, die der Heuverschwendung entgegenwirkt. Über eine Rutsche kann das Heu vom darüber befindlichen Heulager direkt in die Raufe geworfen werden. In der Stallerweiterung steht eine weitere Heuraufe gleicher Bauart

Boxen:
Ursprünglich hatten wir 4 Boxen ( wie rechts abgebildet ) eingebaut, die aber so gut wie immer offen standen. Heute haben wir nur noch 2 Trennwände davon stehen. Durch Einhängen einer Boxentür können wir heute noch eine Box realisieren. Das ist bei uns völlig ausreichend.
Diese Möglichkeit nutzen wir heute für ca. 1 bis 2 Tage, damit sich Mutter und Kinder nach der Ablammung besser aneinander gewöhnen. Oder aber auch, falls einmal ein Tier krankheitsbedingt separiert werden muss.

Tränke:
Neben dem Hauptstall steht ein gegen Kälte isolierter 4000 Liter Kunststofftank. Das Wasser pumpen wir bei Bedarf aus einer Regenwasserzisterne in den Tank. Über ein Hauswasserwerk wird das Wasser zu den Tränken geleitet.
Den Tank und die Leitung zu den 4 Tränken schützen wir in Frostperioden durch Heizkabel. In 2011 haben wir eine zusätzliche elektrische Heizpatrone in Bodennähe sowie 2 Schwimmerschalter in den Tank eingebaut. Ein Schwimmerschalter signalisiert uns, wenn der Wassetank aufgefüllt werden muss. Der zweite Schwimmerschalter meldet uns, wenn der Tank voll ist, da er ja beim Befüllen keinesalls überlaufen soll.
Die Tränken wurden so hoch angebracht, dass eine Verschmutzung durch Kot ausgeschlossen wird.
Kleinere Tiere können sich mit den Vorderbeinen auf eine Trittstufe stellen und damit die Tränke ebenfalls erreichen.