Exporte _ Exports


Seit dem 01.01.2015 sind Exporte aus Deutschland in andere EU-Mitgliedsstaaten nur möglich, wenn die Tiere gemäß Genotypisierung resistent gegen Scrapie sind.
Da es eine solche Genotypisierung für Ziegen bis jetzt noch nicht gibt, ist somit jeglich Export von Zuchtziegen ausgeschlossen.


Verkäufe ins Ausland sind ohnehin nur mit offiziellen Exportdokumenten möglich.
Käufer aus dem Ausland können folglich nicht kommen, sich Tiere aussuchen und sofort mitnehmen.
Wie ein solches EU-Export-Dokument aussehen kann, zeigt die nachstehende PDF-Datei.
Bescheinigung für den innergemeinschaftlichen Handel

Die Exporte sind immer bei der  zuständigen Behörde des abgebenden Betriebes zu beantragen, die die Exportdokumente sowohl  in der Sprache des Ausgangs-, des Durchgangs- als auch des Ziellandes ausstellt.

Das Transportunternehmen muss eine entsprechende Zulassung für Tiertransporte, die über eine Distanz von mehr als 50km gehen, besitzen.
Bei den Transporten wird unterschieden in Transporte bis maximal 8 Stunden Gesamtdauer und Transporten über 8 Stunden, sogenannten "Langen Transporten".
"Lange Transporte" dürfen nur von Transporteuren durchgeführt werden, die eine entsprechende Zulassung besitzen, die wiederum an entsprechend ausgestattete Transportfahrzeuge gekoppelt ist.

Reichen die maximalen Transportzeiten je nach Transportlizenz nicht aus, so muss man spätestens mit Ablauf der jeweiligen maximalen Transportzeit eine zugelassene Aufenthaltsstationen aufsuchen. Die Tiere werden bei Ankunft in einer solchen Aufenthaltsstation ausgeladen, Tierärztlich untersucht und für mindestens 24 Stunden untergebracht, gefüttert und getränkt.
Vor der erneuten Verladung müssen die Tiere wieder von einem Tierarzt untersucht und für den Weitertransport freigegeben werden.
Mit dem erneuten Verladen beginnt die maximale Transportzeit erneut zu laufen.

Das alles ist in der EU-Tiertransportverordnung geregelt.