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Körpermaße

Körperhöhe:
Vielfach ist der Trend zu kurzbeinigen Burenziegen zu sehen, die schon fast bei den Zwergziegen einzureihen sind.
Die wirklichen original Burenziegen aus Südafrika sind Vertreter dieses großen Types.
Die Nachzuchten in Australien und den USA  sind durchschnittlich deutlich kurzbeiniger.

Der Trend zu den kurzbeinigen Burenziegen kommt nach unserer Meinung dadurch zustande, dass die Tiere nicht vermessen und oft auch nicht gewogen werden.
Bei der rein visuellen Beurteilung erscheint ein an sonst gleiches Tier dem Betrachter als wesentlich kompakter und schwerer, als ein Tier mit längeren Beinen.

Aus folgenden Gründen möchten wir hochbeinige Tiere:

  1. Die Euter und Zitzen sind weiter vom Boden entfernt und werden von den Lämmern wesentlich leichter erreicht.
    Dies ist von ganz besonderem Vorteil für die ganz jungen Lämmer.
  2. Die Euter / Zitzen kommen weniger mit dem Boden in Kontakt und verschmutzen weniger. 
  3. Die Euter werden durch Dornen und anderes Gestrüpp weniger leicht verletzt.
  4. Die Tiere erreichen höhere Bereiche in Büschen und Bäumen.

Brustumfang:
Der Brustumfang liefert ein eindeutiges Maß für die Beurteilung des Körpervolumens.
Ein großes Körpervolumen erlaubt dem Tier entsprechend viel Grundfutter zu sich zu nehmen und ist Voraussetzung für den notwendigen Platz für die Lämmer während der Trächtigkeit. Ziegen mit geringem Körpervolumen neigen daher viel häufiger zur Ketose am Ende der Trächtigkeit .
Beim NOG hat man die Daten aller erfassten Tiere analysiert und beim Vergleich von Brustumfang zur Schulterhöhe einen Faktor zwischen 1,2 und und 1,4 ermittelt.
Dabei entsprechen die Tiere mit dem Verhältnis von 1,4 am ehesten dem Idealbild einer Burenziege. Gleichzeitig gibt man aber auch den Hinweis, dass man bei einem hohen Faktor unbedingt prüfen muss, ob die Tiere nicht fett sind.

 

Oberarmumfang:
Ein bekannter Züchter aus den USA lieferte die Information, dass Tiere am Oberarm kein Fett ansetzten und die Messung des Oberarmumfanges daher ein vorzügliches Beurteilungskriterium für die Stärke und Bemuskelung sind.
Aus diesem Grund wird bei allen Tieren seit einiger Zeit vom NOG auch der Oberarmumfang gemessen und ebenso wie die Widerristhöhe und der Brustumfang in den Zuchtdaten festgehalten.