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Euter und Zitzen _ Udder and teats

 

An die Zitzen einer Milchziege werden besondere Ansprüche gestellt, da diese Tiere der Milchgewinnung dienen. Die Anzahl der Zitzen ist auf je 1 pro Euterhälfte begrenzt. Die Zitzen dürfen nur einen Strichkanal haben, keine seitlichen Verästelungen aufweisen und müssen eine bestimmte Länge und Stärke aufweisen. Alle Abweichungen erschweren ein Melken mit der Melkmaschine oder machen es gar unmöglich. Die Zickel trinken in Milchbetrieben niemals am Euter der Mutter, sondern werden von Anfang an künstlich gesäugt.

Das Euter und die Zitzen einer Burenziege müssen jedoch anderen Ansprüchen genügen.
Bei dieser Rasse dient dieses Organ einzig und alleine der Aufzucht (Ernährung) der Nachkommen.
Im Gegensatz zur Milchziege, werden die Zickel von der Mutter gesäugt.
Da die Burenziege, abgesehen von ganz jungen Tieren, meistens Zwillinge und Drillinge, oft auch Vierlinge zur Welt bringt, sind mehr als 2 Zitzen ein eindeutiger Vorteil.
Damit die neu geborenen Zickel problemlos selbst trinken können, dürfen die Zitzen nicht zu klein, aber auch nicht zu dick sein.
Aus diesem Grund sollte man darauf achten, dass jede einzelne Zitze von der anderen deutlich abgesetzt ist.
Seitliche Verästelungen an den Zitzen erschweren das Saugen der Neugeborenen und sollten möglichst nicht vorkommen.
Das Euter der Burenziege sollte wie bei den Milchziegen wohl geformt, hoch und fest aufgehangen sein.
Zu tief hängende Euter und Zitzen werden am Anfang von den Neugeborenen schlecht gefunden und verschmutzen stärker.
Eine gute Milchleistung der Mutter ist von großer Bedeutung für das Wachstum der Nachkommen.

 

  • Bisher haben wir bei der Auswahl unserer Jungtiere bei den Zitzen darauf geachtet, dass  pro Euterhälfte jeweils nur eine möglichst große Zitze vorhanden ist.
  • Durch leidige Erfahrungen mit Drillingsgeburten ist die 2-Strichigkeit bei uns kein absolutes MUSS mehr, aber jede Zitze muss separat am Euter ansetzen. Verästelungen und Spaltungen von Zitzen machen das Saugen der Zickel jedoch problematisch und sind bei uns weiterhin unerwünscht.
  • Wenn mehr Zickel an einer Ziege trinken wollen, als milchgebende Zitzen vorhanden sind, werden beim Kampf um die Zitzen, diese zwangsläufig stark verbissen.
  • Die Wunden stellen Eintrittspforten für Krankheitserreger dar. Euterentzündungen sind sehr leicht möglich.
    Auch die Zickel können sich beim Saugen infizieren.
  • Die Ziege hat durch die Wunden Schmerzen und lässt die Zickel nur noch eingeschränkt trinken. Dadurch geht automatisch auch die Milchleistung zurück. Dadurch wachsen die Zickel wiederum schlechter ab.

 

Auch Burenziegen können bei entsprechender Zuchtauswahl sehr schöne Euter haben.
 

Frieda mit einem ihrer beiden Lämmer aus der zweiten Ablammung.

Auch bei der ersten Ablammung hatte sie Zwillinge. Ein Bock- und ein weibliches Lamm, die sehr gute tägliche Zunahmen aufwiesen und nach Holland exportiert wurden.
In diesem Jahr werden wir ihre Lämmer selbst behalten.

Schon Friedas Mutter, die Fiona, hat ein ganz tolles Euter, das sie an ihre Kinder weiter vererbt hat. Eine konsequente Zuchtauswahl lohnt sich immer.

Die besten Euter in unserer Herde und gleichzeitig auch die besten Milchleistungen haben momentan unsere Ziegen Fiona,  Lotta und Frieda

Als Frieda noch ein Lamm war, dachten wir, ihre Zitzen seien eventuell zu klein. Nun, zum melken sind sie dies auch, aber für ihre Lämmer sind sie genau richtig.